24.07.17 Der letzte macht die Türe zu…

Tja, eigentlich gelobte ich ja Besserung wieder aktueller über meine sportlichen Betätigungen zu informieren. Aber irgendwie schwindet mein Mitteilungs - bedürfnis zusehends. Daher hab ich mich entschlossen, die Seite Ende des Jahres aus dem Netz zu nehmen. Und davon abgesehen, gab´s auch nicht wirklich viel zu berichten. Aber ich werd´s noch kurz aufarbeiten.

Im Winter lies es sich noch recht gut an und der Ausflug zur Bayr. Cross wurde mit dem AK-Titel belohnt. Und auch sonst ging es läuferisch zu dem Zeitpunkt schon nicht schlecht. Ab Mitte März kam dann allerdings der Bruch. Binnen weniger Tage ging überhaupt nix mehr. Mehrere Pausen brachten auch keine Besserung. Nach einigen Wochen ohne Struktur schienen zumindest die Grundlageneinheiten wieder besser zu werden. Aber in den intensiveren Bereich kam ich nur schwer, bzw. schießt der Puls auch jetzt noch viel zu schnell nach Oben und dadurch bin ich einfach zu schnell am Limit. Mitte Juni war ich wirklich kurz davor die Saison abzuhaken, bevor sie überhaupt begonnen hatte.

Einen Versuch unternahm ich dann noch am letzten Juni-Wochenende beim Würzburg-Triathlon über die Mitteldistanz, um zu sehen, ob es Sinn macht weiter auf den Saisonhöhepunkt hin zu arbeiten. Das Rennen verlief recht unspektakulär. Überraschender Weise konnte ich mir sogar den Gesamtsieg sichern, auch wenn es, fast wie erwartet, beim Laufen hinten raus sehr zäh wurde.

Nun hab ich´s also dann doch fast geschafft. Am 6.August stehe ich (hoffentlich) ganz im Norden der Republik, in Glücksburg am Start. Auch wenn die Vorbereitung nicht wirklich optimal lief, denke ich, dass die Form trotzdem für die Langdistanz nicht so schlecht ist. Ich lass mich überraschen, wie es läuft.

Ändern kann ich ja jetzt eh nix mehr… :-)

 



22.12.16 Das Jahr neigt sich dem Ende

Lange hab ich hier nix mehr von mir hören lassen. Ich glaube, die Auszeit in Sachen Wettkampf- und Trainingsalltag hat nach all den Jahren wirklich gut getan und war wohl auch mal nötig. Die letzten Wochen schon fand ich wieder Gefallen am geregelten Training und bin auch bereit mich wieder zu fordern. Die Motivation scheint also zurück.

Ich will allerdings in Zukunft versuchen, mich nicht mehr zu sehr dem Zwang unter zu ordnen, sondern mehr vom Spaß am Sport leiten zu lassen. Ob das nun weniger zielführend ist, wird sich weisen, denke aber eher nicht. :-)

Leider gab´s Anfang Oktober mit einem unkontrollierten Abgang vom MTB ein größeres Störfeuer. Die Folgen des Sturzes schränken seit dem die Trainingsinhalte, insbesondere was das Schwimmen betrifft, sehr ein. Ansonsten geht es schon wirklich gut vorwärts.

Der Saisonhöhepunkt ist mittlerweile auch ins Auge gefasst – dazu demnächst mehr.


So wünsche ich nun allen ein frohes & vor allem friedliches Weihnachtsfest, einen guten Beschluss und ein gesundes neues Jahr 2017!

 


30.06.16 I´m out !

Wie schon angekündigt, wird es für mich dieses Jahr keinen Roth-Start geben. Es hatte aufgrund der gesundheitlichen Probleme einfach keinen Sinn mehr weiter zu machen. Zudem wollte vor allem der Kopf auch nicht mehr, was sich bis heute nicht gebessert hat. So hab ich beschlossen, eine komplette Wettkampfpause einzulegen, so lange, bis ich (hoffentlich) wieder richtig Bock auf Rennen & strukturiertes Training hab. Genug „Blödsinn“ hab ich trotzdem im Kopf, so dass mir nicht langweilig wird. Zudem ist daheim auch so einiges aufzubereiten… :-)


Quo vadis 2016 ?

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle vom erfolgreichen Abschneiden bei der Duathlon Europameisterschaft berichten, denn die Form nach dem Trainingslager auf Mallorca war schon sehr viel versprechend, trotz weniger Temporeize bis dato.

Stattdessen steht nun die ganze Saison in Frage. Nach einem kleinen Infekt über die Osterfeiertage und ein paar Tagen Ruhe danach, bekam ich nach einer relativ lockeren Bahneinheit ich beim Auslaufen plötzlich Schmerzen im rechten Knie. Ich hätt´s fast nicht mehr heim geschafft. Ich dachte mir O.k., evtl. etwas überlastet und mit ein paar Tagen Laufpause sollte sich das wieder geben.

Zumindest beim normalen Gehen wurde es auch wieder besser, an Laufen war allerdings nicht zu denken. Auch ein MRT ergab keine wirklich definitive Diagnose, außer das der Knorpel hinter der Kniescheibe in den letzten Jahren nicht besser geworden is. Evtl. hat sich wieder ein kl. Stück abgelöst und verursacht nun die Probleme.

So war kein Start bei der EM möglich… Nach dieser schon schmerzhaften Absage und nun fast vier Wochen Laufpause, steht jetzt auch der Saisonhöhepunkt auf der Kippe.

Wobei, eigentlich hab ich mich schon entschieden, meine Teilnahme in Roth abzusagen und dem Knie die nötige Zeit zu geben sich zu erholen, auch wenn´s noch so bitter ist.

Wie und ob es dieses Jahr weiter geht, mach ich davon abhängig, wie sich die Situation entwickelt. Übrig bleibt mir ja eh nix anderes…


 12.02.16 „Must do Race“ – Challenge Roth

Tja, ich hab lang hin und her überlegt, wohin es zum Saisonhöhepunkt gehn soll. Im Dezember fiel die Entscheidung dann zugunsten des fränkischen Klassikers.

Die Vorfreude auf den 17.Juli ist auf jeden Fall groß, da ich bisher noch keine Langdistanz in der Heimat absolviert habe. Allerdings muss ich zugeben, dass sich das Training derzeit irgendwie recht zäh gestaltet. Der rechte Zug ist leider noch nicht drin – ich hoffe das ändert sich dann spätestens bei hoffentlich schönem Wetter Anfang März auf Mallorca, wo ich zwei Wochen im DTU-Camp weilen darf.

Einen Monat später steht dann mit der Duathlon Europameisterschaft in Kalkar auch schon der erste Höhepunkt im Wettkampfkalender an. Bis dahin sollte die Form schon einigermaßen stimmen, um dort einen Podest-Platz angreifen zu können.

Nach dem Trainingslager werde ich noch den ein oder anderen Laufwettkampf einbaun, um etwas an der Tempohärte zu feilen. Nachdem ich die letzten Monate etwas Probleme mit meiner linken Fußsohle hatte, bzw. immer noch habe, hoffe ich, sobald als möglich mit den neuen Einlagen wieder komplett schmerzfrei zu sein.

 


 Saisonfazit…

sorry, nachdem ich außer den Ergebnissen recht wenige Informationen in den letzten Monaten Preis gegeben hab, kommt nun ein kompakter und etwas längerer (Saison-) Bericht.

Nach recht gutem Start in den März, zog ich mir leider irgendwie eine Rippenprellung zu, welche mich zwischenzeitlich 14 Tage vom laufen abhielt. Evtl. handelte ich mir die Probleme beim Krafttraining ein, aber konnte das nicht mehr nachvollziehn.

Danach kam ich zwar wieder einigermaßen in Fahrt, merkte aber schon beim HM in Würzburg, dass ein bisserl der letzte Zug fehlte. Es war einfach mal Zeit eine kl. Pause einzulegen. Irgendwie kam ich danach nicht mehr so wirklich in Tritt, fühlte mich ständig schlapp und müde. Auch verschiedene Untersuchungen brachten keine definitive Ursache.

Aber es lag wohl auch daran, dass die letzten Vorbereitungen auf den eigentlichen „Jahreshöhepunkt“ im vollen Gange waren. Am 27.Juni war endlich unser Tag, Diana und ich heirateten in der Kirche St. Killian in Wülfershausen. An dieser Stelle auch noch mal vielen Dank an alle, die zu diesem wunderschönen Tag beigetragen haben!

Erst nach dem Crosstriathlon in Eltmann ging es ganz langsam wieder aufwärts. Die Premiere des Mainathlon konnte ich dort für mich entscheiden. Ein großes Lob an den Veranstalter – super Orga und phantastische Zuschauer! Das Rennen hatte wirklich richtig Spaß gemacht.

Nachdem ich kurzfristig die Olympische des Mainfranken Triathlon in Kitzingen in Angriff nahm und auch diese für mich entscheiden konnte, meldete ich doch noch für den Breisgau Triathlon. Dort lief es in allen drei Disziplinen deutlich besser, als bei meinem ersten Versuch in Malterdingen. Mit 4:04h sicherte ich mir mit der schnellsten Laufzeit den Rang zwei und konnte mich so um gut 16min gegenüber 2011 verbessern.

Dadurch, dass die Form auch wohl auch auf der etwas längeren Distanz stimmte, verschob ich das Saisonende noch mal nach Hinten und nach längerer Suche fiel die Entscheidung auf den Natureman im Süden Frankreichs, welches Anfang Oktober steigen sollte.

Vorher stand noch die Verteidigung des dritten Gesamtrangs mit dem Team in der 2.Bundesliga an, welchen wir beim abschließenden Mannschaftswettkampf in Baunatal auch für uns sichern konnten. Zugegebener Maßen schon ein bisserl auf der letzten Rille und nicht gerade mit unserer besten Saisonleistung. Aber danach fragt jetzt keiner mehr… :-)

Als Vorbereitung für die Mitteldistanz in der Provence lief ich zwischendurch noch den anspruchsvollen HM in Rannungen, wobei ich mich dort nicht voll verausgaben wollte. Umso schöner, dass ich auch diesen Lauf in 1:18h gewinnen konnte, ohne dabei zu viel Körner verbrauchen zu müssen.

Die Form stimmte also für das Saisonfinale. Nach der langen Autofahrt zum Lac de Sainte-Croix wollten meine Beine leider noch nicht schnell genug wieder auf Betriebstemperatur. Die Vorbelastung am Tag vor dem Rennen fühlte sich schon nicht gut an.

Nach gutem Schwimm-Auftakt, mit Kontakt zur Spitze, kam ich am Rad nicht wirklich an mein Limit und verlor doch einiges an Boden. Auf den abschließenden 20 Cross-Kilometern konnte ich noch mal etwas aufdrehn und mich mit der fünften Laufzeit auf den 13.Gesamtrang nach vorne arbeiten. Das war zwar nicht ganz das angepeilte Top10-Ergebnis, aber aufgrund der starken Konkurrenz kann ich mit dem Resultat leben. Und Spaß hatte das „etwas andere“ Rennen (https://vimeo.com/141751057) auf jeden Fall gemacht!

Eigentlich sollte die Saison nun vorbei sein, aber nach ein paar schönen Urlaubstagen in Region Verdon, fühlte mich so gut, dass ich spontan noch für die Ufr. Berglaufmeisterschaften am Kreuzberg meldete. Auch wenn Manuel, wie zu erwarten, deutlich außer Reichweite war, konnte ich mit einem souveränen zweiten Platz meine gute Laufform noch mal unter Beweis stellen.

Nun ist aber endgültig Schluss und Zeit erst mal die Füße etwas hoch zu legen… :-)

Ich denke, mit dem Erreichten im Laufe dieses Jahres kann ich schon sehr zufrieden sein!

In den nächsten Wochen werde ich mir dann auch Gedanken machen, welche Rennen ich im kommenden Jahr bestreiten möchte.

http://natureman-verdon.com/index.php/fr/

http://www.breisgau-triathlon.de/

http://www.mainfrankentriathlon.de/

http://www.eltmannbewegt.de/mainathlon.html



03.03.15 Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

Wie schon im letzten Eintrag angedeutet, hab ich mich nun endgültig gegen einen Frühjahrsmarathon entschieden. Zum einen fehlt mir aufgrund der gesundheitlichen Probleme im November/Dezember einfach noch das Niveau, um meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, zum anderen auch der letzte Wille, die Vorbereitung wirklich an zu gehn, was wohl mit dem vorher genannten zusammen hängt.

So werde ich in der ersten Saisonhälfte versuchen an der Grundschnelligkeit zu arbeiten und mich hauptsächlich auf die Ligarennen konzentriern.

Für die zweite Jahreshälfte suche ich mir dann noch zwei-drei längere Sachen und dann auch entscheiden, ob ich nen Marathon Herbst an packe.


Nach nun drei Wettkämpfen stimmt zumindest schon mal die Richtung und ich hoffe, die läuferische Leichtigkeit kommt so langsam wieder, auch wenn´s bei mir wohl nie wirklich graziös ausschaun wird… :-)

 

http://www.triathlon-darmstadt.de/swim-run/intro-news/

http://www.tsvgambach.de/images/Ergebnisliste_2015neu.htm

http://langen-tce-lauf.r.mikatiming.de/2015/?pid=list

 


  

09.01.15 Ziele ?!

erst mal allen noch ein glückliches und gesundes neues Jahr!

Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Unterstützern für die vergangene Saison bedanken! Auch wenn mir der krönende Abschluss in Kona verwehrt blieb, war das vergangene Jahr nicht sooo schlecht. :-)

Seit dem Aufenthalt im Paradies hat sich wettkampftechnisch, außer einem ordentlichen Auftakt in Goldbach beim Wintercross, nicht wirklich viel getan. Was aber daran lag, dass mich Ende November ne hartnäckige Erkältung erwischte und mich bedingt durch die Antibiotika-Einnahme fast bis Silvester einfach nicht in die Gänge kommen lies. Durch die längere Pause werde ich mich nun die nächsten Tage entscheiden, ob ich das Projekt Marathon auf den Herbst verschiebe, um keine Überlastungsprobleme zu riskieren, da ich wohl zu schnell an den Umfangs- und Intensitätsschrauben drehen müsste, um halbwegs in die Richtung des anvisierten Zieles zu kommen.

Ansonsten hab ich mir wg. dem Fokus auf den Marathon kaum Gedanken zur weiteren Wettkampfplanung gemacht. Fix sind bisher nur die Ligatermine und ein Höhepunkt steht Ende Juni auch schon fest, allerdings nicht aus sportlicher Sicht… ;-)

 


 

31.10.14   Engel links, Teufel rechts…

oder der Kampf mit dem Schweinehund

 

Es sind nun schon wieder einige Tage mehr seit dem Rennen im Paradies verstrichen und nun wird´s doch langsam mal Zeit ein paar Gedanken zu fassen. Leider sollte es wieder nix mit einem „perfekten“ Rennen werden, ganz im Gegenteil. Woran es lag, kann ich noch nicht so wirklich sagen. Eigentlich fühlte ich mich morgens beim Anschwitzen noch recht locker. Im Rennen selbst, zeigte sich aber schon nach wenigen Kilometern am Rad, dass es ein schwerer Tag werden würde. Aber fangen wir vom Anfang an.

Beim Schwimmstart entschied ich mich, wie schon beim letzten Mal für die goldene Mitte. Aus der ersten Startreihe kam ich zunächst super weg, konnte mich schnell frei schwimmen. Nur war´s nach ca. 400m vorbei mit der Freiheit. Ab da schob sich das Feld wieder zusammen, so dass ich mich diesmal bis zum Ausstieg am Pier „mit prügeln“ musste. Ich versuchte mehrfach an die Ränder des Feldes zu rudern, um etwas mehr Platz zu ergattern, leider aussichtslos. Der doch recht kräftige Wellengang tat sein übriges, so dass ich mit rund einer Stunde aus dem Nass kletterte. Auf Grund der geschilderten Bedingungen noch im Rahmen. Wie zu Beginn erwähnt, fühlte es sich schon viel zu früh anstrengend an. Der extrem böige Wind machte es zudem nicht leichter. Zwischendurch musste man sein Pferdchen schon ganz schön an den Zügeln packen, dass es nicht durch ging. Nach dem ich mich innerlich schon fast von nem Top-Resultat verabschiedet hatte, nahm ich mir in Hawi die Zeit und blieb kurz stehn, bis mir meine persönliche Verpflegung gegeben wurde. Leider waren die Bagelstücke in der Sonne so ausgetrocknet, dass man sie kaum mehr runter brachte. So entsorgte ich diese gleich wieder bei der nächsten Möglichkeit. Als letzten Strohhalm griff ich nach gut 130Km schon zur Cola, aber selbst die brachte keine wirkliche Besserung. Auf den letzten 50Km des Rückwegs kamen schon ernsthafte Gedanken auf, das Rad in der Wechselzone abzustellen und den kürzesten Weg zurück ins Hotelzimmer zu wählen. Die Motivation war wirklich total im Keller. Auf dem Weg zum Wechselbeutel fühlten sich die Beine dann doch nicht so mies an und so begab ich mich doch auf die Laufstrecke und versuchte erst mal ein möglichst konstantes Tempo anzuschlagen, was mir auch bis zum ersten Wendepunkt am Alii Drive gelang. Kurz danach kam aber schon die erste Gehpause. Es wurde immer schwerer, sich zum weiter laufen zu zwingen. Allerdings versuchte ich die Gedanken ans Aufgeben wieder zu verdrängen, wollte einfach nur noch irgendwie das Ziel erreichen. Der Magen wollte auch schon länger nicht mehr – alles was oben rein gekippt wurde, nahm kurz drauf wieder die entgegen gesetzte Richtung. Das war aber zu diesem Zeitpunkt eh schon egal. Aus dem Energy Lab heraus versuchte ich nochmal die letzten mentalen Reserven auszugraben, um wenigstens unter zehn Stunden den Zielbogen zu erreichen. Leider machte mir dann wieder mal Seitenstechen einen Strich durch die letzte Rechnung. Etwa eineinhalb Kilometer vorm Ziel kam dann mein Trainingskumpel Stefan zu mir aufgelaufen und so trabte ich trotz der Schmerzen zusammen mit ihm die letzten Meter zurück. Ich war einfach nur froh, dass Rennen ins Ziel gebracht zu haben. Schon während des Rennens stand für mich der Endschluss fest, dass dies mein letzter ernsthafter Versuch auf der Insel war, was sich auch mit etwas Abstand bisher nicht mehr geändert hat. Es wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ich die Enttäuschung verarbeiten kann.

Nichts desto trotz, bin ich allen wirklich sehr dankbar, die mir die Daumen gedrückt haben und vor allem Diana und Dirk die mich vor Ort unterstützten. Das hat mir Kraft gegeben, das Rennen zu Ende zu bringen.

Am Material lag es sicher nicht, dass ich die Erwartungen diesmal nicht erfüllen konnte. Deswegen auch nochmals vielen Dank meinen Unterstützern – Velo Momber, Mavic, Laufstil, Sport Hohmann, der RSU Hammelburg, sowie der AOK Gesundheitskasse.

Mahalo

 


09.10.14   Es ist angerichtet

tja, die Uhr läuft langsam runter. Nachdem ich Anfang der Woche noch voll im Urlaubsmodus war, kommt nun endlich die richtige Wettkampfstimmung auf. Die letzten Tage war es schon ziemlich heiß hier, aber dafür kaum Wind. Mal sehn, wie sich das Wetter am Samstag gibt, aber egal, müssen eh alle durch.
Meine letzte Lehrstunde in Sachen Reifenkleben hat so viel Spaß gemacht, dass ich das gleich no mal wiederhole... Hoffe, dass es das dann war. Ansonsten is hier alles, wie immer, jedes Mal die gleichen Verrückten.  ;-)
So dann hoffe ich einfach nur, am Samstag wieder die Möglichkeit zu bekommen, alles zu zeigen und meine Trainingsleistungen umsetzen zu können.  Dann sollte schon wieder eine geile Sache dabei raus kommen... :-) Die 1654 soll dieses mal meine Glückszahl sein!

 


02.10.14  Wir sind dann mal weg...

tja, die letzten Wochen vergingen wie im Flug und morgen geht´s nun Richtung Pazifik. Heut gibt´s noch einiges zu erledigen, danach kann sich

 so langsam der "Kona-Modus" einstellen. ;-) Auch wenn die Vorbereitung nicht unbedingt optimal und so gut, wie vor Zürich lief, bin ich doch

 recht zuversichtlich in gut einer Woche angreifen zu können. Mehr Infos gibt´s dann noch mal direkt von Paradies Island... :-)

ALOHA!

 

http://www.tvtouring.de/mediathek/video/triathlon-markus-unsleber-startet-zum-vierten-mal-beim-ironman-hawaii/

 


 22.09.14   Feinschliff

es hat lang gedauert, bis ich nach dem Rennen in Zürich endlich wieder einigermaßen in Gang gekommen bin. Ein bisserl mehr Erholung wäre im Nachhinein wohl besser gewesen, aber mir ging es einfach zu gut danach… ;-)

Zum vorletzten Bundesligarennen nach Konstanz reiste ich leider schon leicht angeschlagen. Unsere zurecht gelegte Taktik, ohne Neo zu schwimmen, um so gegenüber dem Rest der Konkurrenz etwas Wechselzeit zu sparen, ging leider daneben. Mal davon abgesehn, dass es doch recht frisch war. So mussten wir uns mit dem siebten Rang begnügen. In den Tagen danach machte sich die Erkältung stärker bemerkbar, so dass ich auf das Abschlussrennen in Borken verzichtete. Aber die Jungs lieferten noch mal eine solide Leistung ab, so dass wir in der Endabrechnung den fünften Platz belegen – als Aufsteiger is das für´s Erste nicht so verkehrt. :-)

Nach etwas Ruhe ging´s dann aber endlich wieder aufwärts und mit der Form nun auch in die richtige Richtung, wie auch der Lauf am Samstag in Kemmern nach der ausgedehnten Radltour vormittags zeigte. Mit etwas mehr Willen, wäre es sicher auch noch ein paar Sekunden schneller, als die 34:17min gegangen.

Aber trotzdem war es ein guter Test. Ein paar Kerneinheiten stehn bis zum Abflug am Feiertag noch an, dann sollte es passen. :-)

http://www.kemmerner-kuckuckslauf.de/index.php?id=8

 


01.09.14 Aloha! - I´ll be back again…

Es ist geschafft – nach dem es mir in Wales verwehrt blieb, zu zeigen, was ich drauf hab, konnte ich dies nun am letzten Sonntag Zürich endlich nachholen.

Zwar die Top 10 und Sub 9 knapp verpasst, aber ich denke, dass ich mit dem Ergebnis wirklich sehr zufrieden sein kann, insbesondere auf der Laufstrecke konnte ich mal meine Trainingsleistungen umsetzen. In Zahlen ausgedrückt steht somit Rang 11 gesamt, Platz 1 in der AK und vor allem der Marathon mit 2:56h, trotz Dixi-Stopp.

Durch das harte Schwimmen, gewöhnt von den Liga-Rennen erwischte ich auch im Zürichsee einen ordentlichen Start und konnte bereits nach wenigen Metern frei schwimmen.

Leider bremste mich Mitte der ersten Runde wieder mal leichtes Seitenstechen, was aber nach dem kurzen Landgang wieder verschwand und ich die Reststrecke ohne Probleme hinter mich bringen konnte. So stieg ich trotz des eher schlechten Wechsels an Position 40 liegend auf´s Bike. Durch die Regenschauer war ich auf den nassen Straßen in der ersten Runde extrem vorsichtig unterwegs, um keinen Sturz zu riskieren. Leider kam es, wie schon vorher befürchtet zu den mittlerweile schon gängigen Windschattenproblemen. Dies verstärkte sich in der zweiten Runde wirklich extrem. Zwischendurch hatte ich wirklich keine Lust mehr, so dass ich vor lauter Wut mehrfach an der kompletten Gruppe vorbei heizte und auch den ersten längeren Anstieg mit Vollgas hoch stiefelte, um endlich die Anhängsel los zu werden. Allerdings war der Erfolg nur von kurzer Dauer. Nach wenigen Minuten kamen alle wieder angerollt und ließen mich „stehn“, da ich durch meine Harakiri-Aktion etwas Körner gelassen hatte. Bis zum Ende Radparts hatte ich mich dann aber wieder recht gut erholt und startete mit relativ lockeren Beinen auf die abschließenden 42Km.

Der Kurs in Zürich ist nicht unbedingt der Schnellste mit seinen vielen Ecken und Wendepunkten, dazu ein paar kurze, aber doch deutliche spürbare Hügel. Die erste Runde war noch gut zu laufen, aber dann wurde es immer voller, so dass ich schon das eine oder andere Mal ausgebremst wurde und mir Platz verschaffen musste. Nach 24Km musste ich dann dringendst einen zweiminütigen Sit-In in einem der bunten Kunststoffhäuschen am Streckenrand einlegen. Danach ging es aber wieder wesentlich befreiter… :-)

So sammelte ich erst mal die Jungs ein, die ich während des Stopps hatte ziehen lassen müssen. Auf den letzten vier Kilometern hatte ich ziemlich zu kämpfen und duellierte mich zudem mit einem belgischen Kollegen. Eigentlich hatte ich das Duell schon verloren geglaubt, aber eineinhalb Kilometer vorm Ziel war ich wieder dran und zog sofort vorbei. Wenn vorbei, dann richtig – und so wurde es noch mal ein Steigerungslauf bis ins Ziel. Da ich ihn direkt hinter mir vermutete, legte ich die letzten 250m im Vollsprint hin, wobei ich fast noch einen Sturz im recht vollen und engen Zielbereich produzierte. Im Zielkanal erkannte ich aber, dass der Konkurrent doch einige Meter verloren hatte. Die Aktion kostete dann allerdings die allerletzten Körner, aber egal, es war ja geschafft. :-)

Ich bin froh, endlich mal ein Rennen ernährungstechnisch fast perfekt durch gebracht zu haben, wobei sich hier die recht kühlen Temperaturen sicher positiv ausgewirkt haben. Dazu so gut, wie keine Blessuren und auch insgesamt scheine ich das Rennen gut verkraftet zu haben. Aber nun ist trotzdem erst mal Erholung angesagt, bevor es mit vollem Elan Richtung Hawaii gehen kann…!

Aloha! :-)

http://eu.ironman.com/de-ch/triathlon/events/emea/ironman/switzerland



23.08.14  Ready for Vollgas

Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen und das Ziel, auf das man so lange hingearbeitet hat steht "plötzlich" vor der Tür. Die Vorbereitung in den letzten acht Wochen lief wirklich sehr gut, vor allem frei von Verletzungen. Das Liga-Rennen am Rothsee war zwar leider aus persönlicher Sicht, wie auch mit dem Team zum Abhaken, aber aufgrund der letzten Vorbereitungsphase für Zürich fiel es einfach schwer sich in den Wettkampfmodus zu versetzen. So lief es dann leider auch im Rennen.

Eine Woche drauf folgte dann noch mal ein Test beim Lifestyle-Triathlon in Eralbrunn/Würzburg. Mit dem Ergebnis konnte ich leben, da ich die Mitteldistanz voll aus dem Training absolvierte. Aber es sollte auch nur ein Training unter Wettkampfbedingungen werden.

Nachdem dem Körper nun etwas Ruhe bekommen hat, kann´s nun am Sonntag endlich los gehn. Einfach mal die Trainingsleistungen umsetzen und ohne Energiedefizite, sowie Unkonzentriertheiten durchkommen, dann müsste ein positives Endergebnis stehen bleiben.

Die 1330 soll meine Glückszahl sein. :-)

Den Ticker gibt´s, wie immer auf IRONMAN.COM


11.06.14  Mit Vollgas in die Saison

Die ersten Rennen der neuen Saison gehören schon wieder der Vergangenheit an. Aus persönlicher Sicht verlief der Einstieg etwas durchwachsen. Den Beginn machte wieder mal der Drei-Flüsse-Triathlon in Gemünden. Dort musste ich mich meinem wirklich starken Teamkollegen Tobi Heining beugen. Ich wäre schon gerne näher an ihm dran gewesen, aber an dem Tag war einfach nicht mehr drin.

Eine Woche später standen wir gemeinsam in Nürnberg zum Zweitligaauftakt am Start. Aufgrund des zu kalten Wörther See´s wurde das Schwimmen gecancelt und ein Sprintduathlon ausgetragen. So heftig, wie der Start war, wurde das ganze Rennen. Dadurch, dass die Veranstaltung als Bayr. Meisterschaft ausgeschrieben war, starteten 2.Liga, Regionalliga und offene Klasse zusammen und die Strecken waren ziemlich voll. Sowohl beim Laufen, als auch und vor allem am Rad musste man extrem aufpassen, sich nicht auf den Asphalt zu legen. Ich hatte, im Gegensatz zu einigen Bekannten Glück und kam sturzfrei durch zu. Wenn ich mit meiner Leistung auch nicht so wirklich zufrieden sein war, konnten wir mit dem Team einen starken 2.Platz im Feld der 2.Bundesliga einfahren.

Am vergangenen Sonntag ging es gleich mit dem Liga-Tross in Darmstadt weiter. Bei hochsommerlichen Temperaturen durften wir diesmal schwimmen, sogar ohne Neo. Vor dem ersten richtigen Zweitligarennen waren wir alle doch etwas angespannt. Im Wasser ging es erstaunlich relaxed, wobei ich schon hätte schneller schwimmen können, aber wg. Platzmangel einfach nicht vorbei kam. Leider verpasste ich durch einen schlechten Wechsel den Sprung in die erste Radgruppe. Dies kostete mir im Endeffekt wohl eine absolute Topplatzierung. So wurde es nach einem ansprechendem Lauf am Ende Platz 11.

Mit dem Team konnten wir unseren Erfolg der Vorwoche wiederholen, so dass wir nun die Tabellenführung übernehmen konnten.

Nun steht erst mal wieder ein umfangreicher Trainingsblock an, bevor Ende Juni am Rothsee mit der Liga und eine Woche drauf mit der Mitteldistanz beim Würzburg-Triathlon in die entscheidende Phase vor Zürich eingeläutet wird.

 


05.05.14   Erster Wettkampfblock

Nach vier Rennen in vier Wochen wurde es nun wieder Zeit für ein bisserl Erholung und eine ruhigere Woche. Mit drei zweiten Plätzen gegen starke Konkurrenz war die Ausbeute nicht verkehrt, aber zuletzt beim Halbmarathon merkte ich schon eine gewisse Müdigkeit. So war ich mit der Zeit auch nicht wirklich zufrieden, auch wenn mich die Platzierung schon überraschte. Es ging von Beginn an nicht wirklich locker und ich musste zum Ende hin ganz schön kämpfen, um noch eine halbwegs ordentliche Endzeit hin zu bringen. Auch wenn der Vorsprung nach hinten mehr als beruhigend war, wollte ich für die Platzierung wenigstens ein bisserl was bieten.

Trotz einer ruhigeren letzten Woche, gibt´s im Moment zwei kleine Baustellen, bei denen ich etwas aufpassen muss, dass sich daraus nix Schwerwiegenderes entwickelt.

Am kommenden Sonntag werde ich zwar den Halbmarathon in Schweinfurt laufen, allerdings nur, um einen Kumpel zu begleiten und nicht, wie ursprünglich geplant in der Wertung zur Bayr. Meisterschaft. Aufgrund der eher durchschnittlichen Zeit in Würzburg, habe ich mich gegen einen Start bei der Meisterschaft entschieden.

http://www.badkissingen.de/de/tourismus-kurort-bayern/kultur/events/rakoczylauf/index.html

http://www.osthessen-zeitung.de/einzelansicht/news/2014/april/fast-600-laeufer-beim-rhoen-super-cup-auftakt-heiko-baier-siegt.html

http://www.infranken.de/regionalsport/bad-kissingen/Ein-Aethiopier-gewinnt-den-Hammelburger-Osterlauf;art286,689173

http://laufreport.de/archiv/0414/wuerzburg/wuerzburg.htm

 


07.04.14 Aufwärtstrend

wieder mal sind einige Monate seit meinem letzten Eintrag vergangen, was hauptsächlich daran lag, dass es einfach nix großartiges zu berichten gab. Mal abgesehn davon, dass mir die Verletzungen vom Radsturz bis Ende November Probleme bereiteten und ich danach mehrmals von Atemwegsinfekten und muskulären Schwierigkeiten heimgesucht wurde.

Aber ich gelobe Besserung…

So war bis Ende Januar keine wirklich kontinuierliche Vorbereitung möglich, geschweige denn, einen Wettkampf bestreiten zu können. Anfang Februar versuchte ich mich dann doch mal einem Rennen der Coburger Winterlaufserie. Locker von der Hand, bzw. von den Beinen ging es mir zwar nicht, aber zumindest der Gesamtsieg tat nach so langer Zeit wirklich gut. Leider gab´s danach gleich wieder auf´n Deckel, in Form der nächsten Erkältung. Seit dem scheint es nun aber endlich und hoffentlich auch dauerhaft aufwärts zu gehn.

Nach dem ich Montag Nacht aus dem neuntägigen Trainingslager aus Teneriffa zurück gekommen bin, versuchte ich mich nun letzten Samstag in Kissingen beim Rakoczylauf. Vorneweg, das Resultat war wieder sehr angenehm, aber ich musste mich dafür mehr quälen, als mir lieb war. Das Trainingslager und wohl auch die Radanfahrt steckten schon ziemlich in den Beinen. Aber nach etwas Erholung in den kommenden Tagen, sollte die Frische wieder zurück kommen. Bis die Saison richtig los geht, sind es ja noch ein paar Wochen um in Form zu kommen.


13.11.13 Lang, lang ist´s her

sorry, ich hab wirklich lange nichts mehr von mir hören lassen.

Aufgrund eines Serverwechsel im Februar wurden leider alle bisher veröffentlichten Berichte unwiederbringlich gelöscht… :-(

Irgendwie war ich dann das Jahr über nicht sonderlich motiviert zu schreiben – was wohl auch im Zusammenhang mit den Geschehnissen stand.

Das Jahr verlief bisher nicht wirklich optimal, sportlich gesehen und insbesondere im familiären Umfeld waren die letzten Monate nicht einfach.

Zunächst kam ich eigentlich recht gut über den Winter, auch wenn ich kein Trainingslager in südlichen Gefilden absolvieren konnte. Allerdings hätte ich es nach dem Trainingslauf beim Halbmarathon in Berlin und den vorangegangenen Belastungen besser etwas ruhiger angehen lassen sollen. Mein Körper zeigte mir unmissverständlich, dass er eine Pause brauchte, im Gegensatz zu meinen „Planungen“. So zog es sich fast bis Juni hin, bis ich wieder anständig trainieren konnte. Zwischendurch bremsten mich auch noch Knieprobleme aus, weswegen ich einige geplante Rennen saussen lassen musste. Dass die Schwierigkeiten von einem neuen Laufschuh kamen, stellte sich leider erst etwas spät heraus. Das Ganze drückte leider schon auf die Motivation.

Ende Juni fand ich endlich wieder den richtigen Dreh und konnte so mein Vorbereitungsprogramm zum Ironman fast optimal durchziehn. Das Liga-Rennen in Schongau mit der Bayr. Meisterschaft Elite (Olympisch) aus´m Training raus, beendete ich als Vizemeister, was noch mal einen Schub für die letzte Vorbereitung gab, da ich nicht unbedingt mit so nem Ergebnis gerechnet hatte. Ansonsten hielt ich mich, bis auf den ein oder anderen Trainingslauf wettkämpfmässig sehr zurück.

 

IM Wales

Die letzten Kerneinheiten vor der Abreise nach Wales liefen annähernd perfekt und so war die Form glaube so gut, wie lange nicht mehr, zumindest was Rad und Lauf anging.

So machte ich mich Montag morgens zusammen mit meinem Vater per KFZ auf Richtung Pembrokeshire Coast. Nach einem Zwischenstopp in Dover kamen wir am späten Dienstag Nachmittag in Tenby an, wo ich mir gleich einen kurzen Eindruck von der Radstrecke verschaffte, auch um die von der Fahrt müden Beine aufzuwecken. :-)

Dass uns schönstes Spätsommerwetter an der Irischen See empfangen würde, hatten wir auch nicht gedacht. Im Lauf der Woche besichtigten wir zusammen mit Kerstin und Gerhard, die schon zwei Tage zuvor angereist waren, die äußerst anspruchsvolle Radstrecke.

Zum Wochenende hin wurde das Wetter dann leider etwas schlechter, so dass uns passend zum Wettkampfmorgen typisch britisches Wetter bei knapp 10°C erwartete. Aber man wusste ja schon bei der Anmeldung, was auf einen zukommen konnte. ;-)

So begann der lange Tag wie immer. Um halb Vier mit einem kurzen Aufwärmläufchen, anschl. Frühstück und um Fünf in die Wechselzone, um das Rad fertig zu machen. Dadurch, dass unsere Unterkunft nur 150m vom Geschehen entfernt lag, nutzte ich dies, um dort in aller Ruhe die letzten „Erledigungen“ abzuschließen und in aller Ruhe in den Neo zu schlüpfen. Eine Besonderheit in Tenby – der Schwimmstart liegt gut einen Kilometer von der Wechselzone entfernt. So machen sich alle Teilnehmer 30min vor dem Start gemeinsam auf den Fußmarsch zum Northbeach. Dort konnte man noch die Schuhe für den Rückweg nach dem Schwimmpart deponieren, sozusagen „T0“. :-)

Jeder versuchte sich halbwegs warm zu halten, was bei dem kalten Sand gar nicht so einfach war.

Pünktlich um Sieben Uhr ertönte dann die Startsirene und los ging´s mit einem kurzen Sprint ins die frischen Fluten. Nach den ersten paar Hundert Metern konnte ich mich aus dem „üblichen“ Geprügel befreien und einen guten Rhythmus einschlagen. Noch vor der ersten Boje schwammen wir einige Profis auf, die 30m vor uns aus dem Wasser gestartet waren. Leider bekam ich dann aber wieder einmal Seitenstechen, so dass ich das Tempo drosseln musste und mich fortan nur noch im GA1 bewegen konnte. Auch die zweite Runde in der recht ruhigen Bucht verlief so leider zu entspannt und so wurde ich nach gut 55min wieder an Land gespült.
 

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Nun galt es die steilen Serpentinen zu erklimmen, Neo raus, Schuhe an und quer durch die Stadt zur Wechselzone zu rennen. Für die frühe Uhrzeit säumten schon richtig viele Zuschauer die Straßen.
 

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Auf den ersten welligen Radkilometern konnte man sich halbwegs einrollen, musste jedoch bei dem nassen Belag, teils durchzogen von extrem rutschigen Kuhgittern sehr konzentriert sein. Bis auf die erste Stunde hatte ich die Straße annähernd für mich alleine, kein Konkurrent weit und breit. Nicht ganz einfach, das richtige Tempo zu finden. Teilweise ging´s zudem auf besseren Feldwegen mit Grünbewuchs entlang. Insgesamt sehr rauer Asphalt, man wurde ganz schön durchgeschüttelt. Dazu ständig rauf und runter, teils richtig steil. Es gab so gut wie keinen Abschnitt, in dem man einfach mal „locker“ kurbeln konnte. Trotz der schlechten Witterung mit immer wieder einsetzenden Schauern und eines Zwangstopps wegen eines Kettenklemmers, hatte ich richtig Spaß am Bike. Bis zum Schluss ging´s den Beinen ganz ordentlich, auch wenn sie natürlich nicht mehr ganz so frisch waren. Und endlich konnte ich mich mal richtig gut verpflegen, was mir viel Hoffnung für den abschließenden Marathon gab.
 

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Auf den letzten Metern durch Tenby spielte ich den Wechsel nochmal durch. Ich weiß auch nicht, woran es lag, vielleicht war ich mit den Gedanken schon zu weit. Jedenfalls blieb ich mit dem rechten Fuß am Sattel hängen, als ich beim Anrollen auf die Wechselzone vom Rad springen wollte. Normalerweise kein Problem, einfach neu ansetzen und weiter – schon 1000 mal gemacht. Nur kam ich auf der recht schlechten Straße wohl etwas zu stark auf die Vorderbremse. Nachdem der Körperschwerpunkt schon sehr weit vorne war, ging´s ab übern Lenker auf den harten Asphalt, wo ich unsanft mit dem Kin aufschlug. So verstummten die Zuschauer von einer auf die andere Sekunde, jubelten jedoch umso lauter, als ich gleich wieder aufstand, meine Sachen packte und Richtung Radpark stürmte. Als ich aus dem Wechselzelt rannte, wurde der Jubel nochmals lauter, auch wenn ich aussah, als käme ich gerade von der Schlachtbank.
 

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Das ist genau das, was die Insulaner honorieren – never give up! Ich merkte jedoch schon auf den ersten Metern, dass die Rippen wohl etwas abbekommen hatten, wollte mich jedoch davon nicht abhalten lassen. Das Adrenalin verschleierte zu diesem Zeitpunkt wohl auch die Schmerzen. Das Profil der Laufstrecke schloss sich nahtlos dem der Radstrecke an, kein flacher Meter. Der Kurs verlief im Zick-Zack gefühlt durch jede Gasse des 5000 Einwohner Städtchens. Die erste Runde konnte ich noch halbwegs ein akzeptables Tempo einschlagen und sammelte auch gleich einige Jungs ein, auch wenn mir der Sturz richtig den Stecker gezogen hatte. Nach gut zehn Kilometern wurde es von Schritt zu Schritt schwerer und die linke Seite schmerzte stärker, gerade beim Bergablaufen. Nach etwa 15km ging dann überhaupt nix mehr, ich konnte kaum mehr gehen und zitterte am ganzen Körper. Ich versuchte immer wieder anzutraben, aber keine Chance. Die Erkenntnis, das Rennen nicht zu Ende bringen zu können und die gute Ausgangsposition zu verschenken, tat in diesem Moment noch mehr weh, als die Schmerzen durch die Verletzungen. So ging ich zusammen mit einem Zuschauer, der mir freundlicherweise seine Jacke gab, in die Stadt zurück, wo ich von Sanitätern notdürftig versorgt und anschließend gleich zum Medical Center transportiert wurde. Dort wurde ich nochmals durchgecheckt und bekam was gegen die Schmerzen, was aber nicht großartig Wirkung zeigte. Bevor ich mich endgültig in die Unterkunft zurück zog, wartete ich noch auf Gerhard, bis dieser sichtlich gequält das Ziel erreichte. Glückwunsch auch noch mal an ihn – sauber durch gebissen! Am Tag danach gab´s ja auch die Belohnung für die Mühen! ;-)

 Für uns ging´s zwei Tage nach dem Rennen wieder zurück in die Heimat, diesmal ohne Übernachtungsstopp. Um eine genaue Diagnose zu erhalten, stand nach der Rückkehr noch ein Arztbesuch an, bei der sich meine Vermutung bestätigte – eine Rippe is glatt durch. So werde ich nun schaun, wie lange es dauert, bis ich wieder einsteigen kann. Auf „Offseason“ hatte ich eigentlich noch keine Lust, aber da die Rippe immer noch Probleme macht, habe ich dieses Jahr nun doch abgehakt.

 Fazit:

Erstes DNF bei einer Langdistanz, aufgrund eines Konzentrationsfehlers. Die Geschichte ist schon sehr schmerzhaft, nicht nur körperlich, wenn man sieht, was am Ende für ein Ergebnis hätte stehen können. Aber alles „Wenn & Wäre“ bringt ja eh nix, es muss weiter gehn.

Trotz des typisch britischen Wetters und all der Umstände, hatte ich richtig Spaß an dem Rennen und kann mir durchaus vorstellen, es hier nochmal zu versuchen. Wer ein anspruchsvolle und faires Rennen mit fantastischen Zuschauern sucht, ist in Wales genau richtig!!

Etwas erfreuliches gibt es aber doch noch zu berichten – nächstes Jahr rocken wir mit dem SV05-Team die 2.Bundesliga. Unsere Jungs haben in Weiden den Platz an der Sonne verteidigt. Ich wäre sehr gerne beim letzten Rennen auch noch gestartet, aber ich wurde ja bestens vertreten, sauber gemacht! :-)