In neuem Streckenrekord zum Titel

 

Leichtathletik: Die heimischen Bergläufer sind und bleiben eine feste Größe im Bezirk. Nicht weniger

 als neun Siege durften sie bei den Unterfränkischen Berglauf-Meisterschaften am letzten Sonntag in

 Lohr feiern.

 

                In neuer Streckenrekordzeit gewann Markus Unsleber vom TV/DJK Hammelburg die Gesamtwertung. Jubeln über Klassen-Siege durften weiterhin Manuel Stöckert (Jugend B), Thomas Bahmer (Jugend A), Thomas Schrenk (M 30), Hermann Bocklet (M 40) sowie Reinhart Vogler (M 50). Darüber hinaus gab es gleich drei Siege in den Team-Wettbewerben zu vermelden.

Auf der 10 Kilometer langen, über 450 Höhenmeter führenden Strecke von Lohr zum riesigen Wasserspeicher auf der Solhöhe entwickelte sich auf den relativ flachen ersten eineinhalb Kilometern ein flottes Rennen.

Als es nach dem Ortsteil Sackenbach zum ersten Mal so richtig bergauf ging, wurde von den Bergspezialisten das Tempo nochmals forciert. Manfred Dormann (TV Bad Brückenau), Manuel Stöckert (TSV Ostheim) und der spätere Gesamt-Dritte Johannes Kroiß (TG Kitzingen) diktierten zusammen mit Markus Unsleber das Geschehen an der Spitze. Die Vorentscheidung zu Gunsten des Hammelburgers fiel im Steilhang schon nach gut drei Kilometern. "Eigentlich habe ich in dieser Phase des Rennens nur mein Tempo gehalten und war selbst überrascht, als alle Anderen abreißen ließen", so Markus Unsleber.

Sprint-Prämie ohne Sprint

Auch Reinhart Vogler (TV Bad Brückenau) war nun in seinem Element und eroberte sich die Führung in der M 50-Wertung von seinem schnell angelaufenen Teamgefährten Manfred Dormann. Für die ausgeschriebene Sprint-Prämie von 40 Euro, die es für den schnellsten Läufer bei 4,5 Kilometer zu gewinnen gab, musste Unsleber nicht mehr spurten, zu groß war mittlerweile sein Vorsprung geworden. Bis ins Ziel hatte er immerhin 48 Sekunden zwischen sich und Tobias Hegmann (TSV Großostheim) gelegt und ganz nebenbei in 38:25 Minuten einen neuen Streckenrekord aufgestellt.

Für Markus Unsleber endete mit diesem tollen Erfolg eine zweijährige, durch viel Verletzungspech hervorgerufene Durststrecke. Der TV/DJK-Athlet, der sich in den Sommermonaten in erster Linie mit Radfahren und Schwimmen die nötige Ausdauer erworben hat, trainierte für dieses großartige Comeback nahezu jeden Tag in der Woche.