"Das ist der Hammer"

 

Langendorf/Hawaii Der Traum ist wahr geworden: Markus Unsleber aus Langendorf hat seinen ersten Ironman auf Hawaii absolviert und das in der hervorragenden Zeit von 9:30,51 Stunden. Er kam damit fast zeitgleich mit den zwei besten Frauen und nur 1:18,54 Stunden hinter dem Sieger Norman Stadler ins Ziel.

 

 


 

 

Der 31-Jährige aus Langendorf, der beim TV/DJK Hammelburg trainiert, sicherte sich mit dieser Zeit unter 1700 Startern den 150. Platz. "Das ist der Hammer", war die erste Reaktion von seinem Vereinskameraden Michael Bartsch. Zwar hatte Markus Unsleber schon den Qualifizierungs-Ironman Mitte des Jahres in Zürich mit einer Bestzeit von 9:26 Stunden absolviert, doch für den Ironman ist das keine Vorgabe. Bekanntlich kommen selbst Profis auf Hawaii selten an ihre Bestzeiten heran. Nicht umsonst gilt er als der härteste Triathlon der Welt, haben die Sportler hier doch zusätzlich gegen beträchtlichen Wellengang beim Schwimmen auf dem offenen Meer, böige Winde und extrem heiße Temperaturen beim Radfahren und Laufen zu kämpfen.

Alle Freunde, Bekannten und natürlich seine Familie verfolgten am Sonntagnachmittag fieberhaft die Übertragung des Wettkampfes im Fernsehen und schickten noch am Abend die ersten Glückwunsch-Mails los. "Ich freue mich für ihn, dass seine Plackerei sich gelohnt hat", zeigte sich seine Mutter glücklich über den Erfolg ihres Sohnes.

Dabei war es für den 31-Jährigen anfangs gar nicht optimal gelaufen. Nach den 3,8 Kilometern Schwimmen im Pazifischen Ozean, die er in 1:05,20 Stunden bewältigte, lag er auf Platz 414. Beim Radfahren über 180 Kilometer rutschte er mit 5:16,10 Stunden sogar auf Platz 455 zurück. "Beim Laufen hat er dann alles gegeben", weiß seine Mutter aus einem ersten Telefonat mit dem Sohn nach dem Wettkampf. Das belegt auch die Zeit: So schaffte Markus Unsleber den abschließenden Marathon über 42,195 Kilometer durch die Lavafelder Big Island in der gigantischen Zeit von 3:02,23 Stunden. Der Sieger lief nur sieben Minuten schneller.

"Das ist eine enorme Leistung", sagt auch der Hammelburger Sportlehrer und Läufer Jörg Jädicke. Bedenke man, dass der Langendorfer sein Training neben einem Fulltime-Job bewältigen müsse, könne er sich durchaus mit den Profis vergleichen.