Die Neuerungen kommen bestens an 

Triathlon Mit etlichen Neuerungen hatte die 18. Auflage des Forchheimer Altstadtfest-Triathlons am Sonntag bei den Siegen von Markus Unsleber (Würzburg) und Carmen Schlichting-Förtsch (Kemmern) aufzuwarten.

Der Sieger Markus Unsleber Fotos: herzopress

Der Sieger Markus Unsleber Fotos: herzopress
Bedingt durch die Großbaustellen im Forchheimer Süden waren neben der Verlegung auf den Sonntagvormittag auch größere Änderungen der Streckenführung auf der Rad- und Laufteilstrecke nötig geworden, die den Ausrichter vom VfB Forchheim im Vorfeld einige Sorgen bereitet hatten.

Dass alles gut ging, war auch der Unterstützung von THW und Feuerwehren aus Forchheim und den Nachbargemeinden zu verdanken; auch bei den Teilnehmern kam die neue Strecken sehr gut an. Trotz der Konkurrenz zur Triathlongroßveranstaltung am Rothsee hielt sich die Teilnehmerzahl auf Vorjahresniveau.

Begonnen hatte alles bei angenehmen Temperaturen zu früher Morgenstunde im neuen Königsbad beim 600-m-Schwimmen, das die gut 100 Teilnehmer in vier Startgruppen unter den Augen der DRLG absolvierten. Gleich in der ersten Gruppe startete die Prominentenstaffel der "Königsbad-Macher" mit ihrem Schwimmer Walter Mirschberger, der im klassischen Brust-Stil in 17:15 Min. die Konkurrenz vor sich hertrieb und seinen Mitstreitern Hörndlein und Stefan Schick die Möglichkeit gab, das Feld von hinten aufzurollen.

Deutlich schneller entstiegen die Profis aus der Startgruppe 4 dem Wasser: Jonas Weißflog und Frank Müller als Staffelschwimmer in 8:00 bzw. 8:09 Min. sowie die Einzelstarter Steffen Lotter vom SSV Forchheim (8:08) und Markus Unsleber aus Würzburg (8:19) sicherten sich hier wertvolle Sekunden Vorsprung, bevor es zum Radstart an den Paradeplatz ging.

Jagd-Startverfahren


In der aufkommenden Mittagshitze wurden die Starter dort im Jagd-Startverfahren in den Abständen ihrer Schwimmzeiten auf die neue Radstrecke geschickt. Diese war als Rundkurs über Hausen und Heroldsbach zum Zeckerner Kreuz und zurück über die B470, Burk und die Sportinsel mit dem Nadelöhr "Milka-Brücke" angelegt. In dieser Teildisziplin sicherte sich auch der Würzburger Unsleber, den entscheidenden Vorsprung auf den späteren Gesamtsieg, als er sein Carbon-Hightechrad in der Bestzeit von 35:48 Min. über die 24 km trat.

Nach dem Schwimmen noch vorne gelegen, ereilte Steffen Lotter das Pech eines Sturzes in Hausen: Mit Schürfwunden und zusammengebissenen Zähnen fuhr er dennoch eine sehr gute 37:06 Min. heraus, vom Führenden nur noch durch Helmut Bartelmuss (36:37) und Sebastian Heinze aus Hildburghausen getrennt. (36:53). Die Staffel "New Formation" aus Hausen, nach dem Schwimmen noch in Führung liegend, büßte mit Radfahrer Andreas Spruch in 37:18 Min. vier Plätze ein.

Auf der abschließenden 6-km-Laufstrecke waren bei schattenlosen 32 Grad entlang der Löschwöhrdwiesen Härte und viel Wasser an der Verpflegungsstelle gefragt. Und auch hier behielt Triathlonprofi Unsleber einen kühlen Kopf und zeigte mít 20:06 Min. die beste Laufzeit des Tages, gefolgt von den ausgeruhten Staffelläufern des Brehm-Titan-Trios (Oliver Brehm 20:57), der Los-Hombres-Duros (Moritz Hartmann 21:15) und der New-Formation (Johannes Schuler 21:59), denen nur Einzelstarter Hannes Melzer folgen konnte (21:27).

Nach den herausragenden Einzelleistungen in den drei Teildisziplinen war der Gesamtsieg von Markus Unsleber sicher, der in 1:04:13 Std. mit über drei Minuten Vorsprung vor der Hausner Staffel New-Formation (1:07:17) und dem auf der Laufstrecke wieder stark aufholenden Steffen Lotter (1:09:20, Stadtmeister) durchs Ziel schoss. Auf den Plätzen 5 und 6 landeten die beiden Einzelstarter Hannes Melzer (1:09:32) und Johannes Backer vom SV Bayreuth (1:10:06).