Markus Unsleber löst Hawaii-Ticket

Vierter beim Triathlon von Monaco

(sdi) Triathlet Markus Unsleber (ESV Rhön Spessart Team) aus Langendorf bei Hammelburg wird 2009 zum zweiten Mal beim Ironman auf Hawaii starten. Über die halbe Ironman-Distanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Rad, 21 km Laufen) holte er sich im Fürstentum Monaco einen der begehrten Startplätze.

 

 

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Nur drei Hawaii-Plätze wurden in der Altersklasse des Langendorfers vergeben – Markus Unsleber wurde Vierter. Da aber zwei vor ihm platzierte Athleten verzichteten, ist er im kommenden Jahr beim Rennen der weltbesten Triathleten auf Hawaii dabei. Bereits 2006 landete er dort in einem starken Wettkampf auf Rang 150 von 1700 Athleten.

In Monaco hatte Unsleber nach 29:31 Minuten im aufgewühlten Meer wieder festen Boden unter den Füßen. In der Nacht zuvor hatte es stark geregnet, so dass die bergige Radstrecke teilweise noch nass und rutschig war. Für die 90 Kilometer mit 1500 Höhenmetern brauchte er 2:45 Stunden und arbeitete sich in seiner Spezialdisziplin Laufen weiter vor. Viereinhalb Runden liefen die Triathleten auf der Formel-1-Strecke von Monaco, fünfmal mussten sie den Anstieg zum Casino bewältigen. Nach 1:19 Stunden für den Halbmarathon und 4:41:30 Stunden Gesamtzeit war Unsleber als 38. der knapp 1000 Starter im Ziel.

Gemeinsam mit Unsleber war Gerhard Dobmeier vom TSV Ostheim in Monaco gestartet. Dort war er bisher dreimal Siebter in seiner Altersklasse geworden und hoffte nun in seiner neuen Altersklasse M45 auf eine noch bessere Platzierung. Gleich im Startgetümmel wurde der Orthopäde aber von einigen Konkurrenten gegen einen Felsen gedrückt und zog sich einen Bluterguss im Oberschenkel zu, was ihn aber nach eigenen Aussagen nur beim Bergablaufen behinderte.

Beim Radfahren kam er wegen der Streckenkenntnis aus den letzten Jahren gut zurecht und ging sogar als Führender seiner Altersklasse auf die Laufstrecke. Das erfuhr er allerdings erst, als ihn ein Italiener überholte und dieser von einem Betreuer gesagt bekam, dass er führe. Der Italiener war zu Fuß deutlich schneller unterwegs, Dobmeier rettete aber Platz zwei (Gesamt-100.) nach 4:57:28 Stunden ins Ziel. Da am Vortag zwei Hawaii-Startplätze für diese Klasse angekündigt worden waren, freute er sich schon über seine Qualifikation.

Schock für Dobmeier

Doch dann der Schock bei der Siegerehrung: Da in dieser Klasse deutlich weniger Athleten ins Ziel kamen als gemeldet waren, wurde einer der beiden Startplätze zurückgezogen – und der enttäuschte Dobmeier ging leer aus. Schon dreimal war der 45-Jährige auf Hawaii dabei. Derzeit ist noch unklar, ob er im Frühjahr einen weiteren Qualifikations-Versuch unternehmen oder sich auf ein anderes großes Rennen konzentrieren will.

Mit seiner Leistung hat Markus Unsleber nur das Startrecht auf Hawaii gewonnen – aber weder Ticket, noch Startgeld oder Hotelkosten. Wer auf der Pazifikinsel starten will, muss sich unmittelbar bei der Siegerehrung eintragen und das Startgeld in Höhe von mehreren Hundert Euro zahlen. Nach „Genehmigungstelefonat“ mit seiner Lebensgefährtin packte Unsleber die Gelegenheit beim Schopf und trug sich ein. „Es ist super, dass es mit der Quali so früh geklappt hat. Sonst hätte ich es im Frühjahr nochmal auf Lanzarote versucht“, so Unsleber. „So habe ich jetzt über ein Jahr Vorbereitungszeit – und kann auch noch unseren Hausbau abschließen.“