Aus Hawaiis Wellen in die Ramsthaler Weinberge

Ironman-Teilnehmer Markus Unsleber gewinnt Ramsthaler Lauf

 

(nürn) Nur eine Woche nach seiner Teilnahme beim Ironman auf Hawaii zeigte sich Markus Unsleber schon wieder erholt und gewann die dritte Auflage des Ramsthaler Weinberg-Laufes. Im Hauptlauf der Frauen setzte sich Eva Baunach von der DJK Schweinfurt durch. Insgesamt waren mehr als 150 Laufbegeisterte am Start.

 

Allerdings hatten die rührigen Veranstalter des SV Ramsthal in diesem Jahr kein Glück mit dem Wetter. Immer wieder öffnete der Himmel kurzzeitig seine Schleusen. Auch durch den Regen der vergangenen Tage war die selektive Strecke teilweise aufgeweicht, was den Teilnehmern auf der ohnehin schweren Strecke so einiges abverlangte. Altmeister Manfred Dormann (TV Bad Brückenau) sprach nach dem Rennen vom „besten Crosslauf seiner Karriere“.

Ganz so schlimm war es freilich dann doch nicht, da der größte Teil der Strecke auch in diesem Jahr wieder über asphaltierte oder wenigstens befestigte Wege führte. Auch wenn der Wettkampftag dieses Mal wahrlich kein „Goldener Oktobertag“ war, so sparten die Teilnehmer dennoch nicht mit Lob für die wieder sehr gute Organisation. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten weit mehr als 40 Helfer.

Den Beginn machten am Ramsthaler Sportgelände wieder die Bambini. Dreiundzwanzig junge Mädchen und Buben liefen gemeinsam ohne Wettkampfdruck und Wertung eine Runde um das Fußballfeld und wurden dafür am Ende mit einer Medaille belohnt. Die Schüler und Schülerinnen mussten für ihr Edelmetall schon einiges mehr tun. Die schnellsten Zeiten auf der 1,5 Kilometer langen Strecke, die schon bis in die unteren Regionen der Weinberge führte, liefen Hans Appel (DJK Schweinfurt) und Regina Reder vom TSV Hausen/Rhön.

In der Jugendklasse waren die Teilnehmerzahlen in diesem Jahr nicht allzu hoch. Anna Keller vom TV/DJK Hammelburg wiederholte auf dem 6,4 Kilometer langen Kurs ihren Vorjahressieg. Bei den Jungs hielt Felix Raab vom TV Bad Brückenau einige Zeit das hohe Tempo von Michael Reder vom RWV Haselbach mit. In der zweiten Rennhälfte setzte sich der Rhöner aber zusehends ab und hatte bis ins Ziel rund eine halbe Minute auf den Vorjahressieger herausgelaufen.

Rund dreihundert Höhenmeter hatten die Teilnehmer im Hauptlauf über 11,4 Kilometer zu bewältigen. Schon gleich nach dem Durchlaufen des Kreisels waren die Favoriten auf dem Radweg in Richtung Euerdorf unter sich. An der ersten rampenartigen Steigung zum Weinberg machte Markus Unsleber (Stadtmarathon Würzburg) dann auch gleich ernst und zog das Läuferfeld auseinander. Als das erste Flachstück folgte, hielt nur noch Bernd Wächter vom TV Bad Brückenau den Anschluss. Unsleber drückte aber weiterhin auf das Tempo und so musste Wächter, der vor drei Wochen überraschend unterfränkischer Berglauf-Meister geworden war, nach einiger Zeit abreißen lassen. Aber auch Unsleber, der nach 40:16 Minuten im Ziel war, merkte man zum Ende des Rennens die Strapazen des Ironman sichtlich an. Im Ziel sprach der Sieger dann auch von einer „enormen Anstrengung“ und dass er nun „erstmal eine Pause zur Regeneration brauche“.

Bernd Wächter benötigte 41:35 Minuten und hielt damit den zum Schluss aufkommenden Vorjahressieger Jürgen Zeißner (TG 48 Schweinfurt) auf Distanz. Nur wenige Sekunden hinter Zeißner belegten Werner Weth (SV Vasbühl) und Michael Baunach von der DJK Schweinfurt die Plätze vier und fünf.

Eva Baunach (DJK Schweinfurt) und Anna-Lena Klee (TSV Ostheim), die beiden Favoritinnen bei den Frauen, liefen lange Zeit Seite an Seite nebeneinander. Nach knapp einem Drittel des Rennens setzte sich dann die Schweinfurterin, die bei der ersten Auflage in Ramsthal schon gewann, zusehends ab und lies sich den erneuten Sieg auch nicht mehr nehm