Unsleber ärgert die Profis

 


 

 

(sdi) Einen tollen Wettkampf lieferte der Langendorfer Triathlet Markus Unsleber beim Halb-Ironman in Monaco ab. Für einen Startplatz für den Ironman Hawaii reichte es nicht ganz – nur zwei statt wie angekündigt drei gab es in seiner Altersklasse. Bei einer Endzeit von 4:42 Stunden fehlten ihm als Sechsten fünf Minuten. Unter den 900 Athleten landete Unsleber auf Rang 38 – und ärgerte gar namhafte Profis.

Mit Verspätung spurteten die Triathleten ins Meer auf die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke. Denn einigen Athleten waren über Nacht die Räder aus der Wechselzone gestohlen worden. „Das Schwimmen war ein einziges Hauen und Stechen“, so Unsleber. Nach 30 Minuten stieg er als 54. aus dem Wasser und machte sich auf die schwere 90 Kilometer lange Radstrecke. Dort lief es gut für Unsleber, der am ersten langen Anstieg den herrlichen Blick über Monaco genoss. Nach der Hälfte der Strecke fuhr Ex-Telekom-Profi Kai Hundertmarck zu ihm auf und attackierte am nächsten Anstieg – zunächst erfolglos. Erst auf einer längeren Abfahrt setzte er sich von Unsleber ab. Dafür schnappte sich dieser 15 Kilometer vor dem Wechsel eine Triathlon-Legende: Lothar Leder.

Als 45. ging Unsleber auf die 21 Kilometer lange Laufstrecke, das Thermometer zeigte 30 Grad Celsius. Besonders hart wurde es am fünfmal zu bewältigenden steilen Anstieg zum Casino, bekannt aus den Formel 1-Rennen in Monaco. Nach flotter erster Runde musste Unsleber kürzer treten. „Da machte sich wohl der krankheitsbedingte Trainingsrückstand bemerkbar.“ Als Lothar Leder Ende der dritten Runde wieder an Unsleber vorbei zog, „löste das bei mir einen mittleren Moraleinbruch aus.“ Trotzdem lag er mit Platz 38 weit vorne und genoss den schönen Wettkampf mit besonderem Ambiente.