Unsleber bleibt auf Hawaii unter zehn Stunden

Platz 261 beim Ironman auf Hawaii

 

 

(hn) Der für den ESV Gemünden startende Markus Unsleber bewältigte den Ironman auf Hawaii in 9:57:18 Stunden und erreichte somit sein persönliches Ziel, unterhalb der Zehn-Stunden-Marke zu bleiben. Er wurde 261. der Gesamtwertung und belegte in der Altersklasse M 30 Platz 44.

Der aus Langendorf bei Hammelburg stammende Unsleber bestritt zum wiederholten Mal den Triathlon auf Hawaii. Er hatte im Herbst 2008 in Monaco das Ticket gelöst. Der legendäre Wettkampf fand in diesem Jahr unter extrem schwierigen Bedingungen statt. Unsleber hatte sich für seinen härtesten Wettkampf ein großes Ziel gesteckt: Er wollte den Ironman in einer Zeit von unter zehn Stunden schaffen.

Das Wasser des Pazifiks hatte beim Start morgens um 7 Uhr mit 26 Grad eine angenehme Temperatur. Gute Voraussetzungen für Unsleber und die 1800 Konkurrenten. Doch das Schwimmen über die 3,8 Kilometer-Distanz sollte sich an diesem langen Tag noch als die einfachste und angenehmste Disziplin erweisen. Der ESV-Athlet kam bereits nach 1:01:25 Stunden in die Wechselzone, lediglich zehn Minuten hinter der Weltspitze.

Doch die ganz große Herausforderung wartete noch auf ihn. Die Luft hatte sich in den Lavafeldern der Vulkaninsel auf bis zu 35 Grad erhitzt. Hohe Temperaturen, die viele Athleten zermürbten. Deshalb musste Markus Unsleber wegen der extremen Bedingungen auf der 180 Kilometer langen Radstrecke taktisch klug fahren.

Für ihn hieß es, Kräfte für die dritte Disziplin, den Marathon über 42,195 Kilometer, zu sparen. Nach einer Radzeit von 5:22:02 Stunden kam er in Kailua-Kona in die zweite Wechselzone. Die gefahrene Zeit, zusammen mit dem Schwimmergebnis, ließ auf eine Zeit von unter zehn Stunden beim härtesten Ironman der Welt hoffen.

Die Strapazen der 42 Kilometer langen Marathondistanz auf heißem Asphalt und sengender Sonne waren enorm. Trotz dieser Bedingungen zeigte Markus Unsleber keine Schwächen. 3:27:02 Stunden auf der Laufstrecke waren der Lohn für seine Maßarbeit. Seinen bisher härtesten Ausdauerwettkampf hatte er erfolgreich in 9:57:18 Stunden geschafft.

Sieger wurde wie im Vorjahr der Australier Craig Alexander in 8:20:21 Stunden vor Chris Lieto aus den USA in 8:22:56 Stunden und dem Rostocker Andreas Raelert, der 8:24:32 Stunden benötigte. Siegerin bei den Frauen wurde mit klarem Vorsprung die Engländerin Chrissie Wellington mit neuem Streckenrekord von 8:54:02 Stunden.